delicious de lucius

Hier geht's um Technologie und Trash, Kultur und Kunst, Skurilles und Stilfragen. So oft wie möglich, so lang wie nötig. 
« Back to blog

iPhoto - face off!

Für den deutschen Begriff "Gesichtserkennung" gibt es im Englischen zwei mögliche Übersetzungen, nämlich 1.) face-detection und 2.) face-recognition. Die neuste Version von Apple's iPhoto kann beides, nämlich Gesichter "entdecken" und auch erkennen. (Ein weiterer Beweis dafür, dass die englische Sprache präziser ist).

Auch wenn iPhoto vor allem bei der Zuordnung der gefundenen Gesichter immer wieder Fehler macht, ist es erstaunlich dass das Ganze überhaupt funktioniert!
Gewisse Fehlinterpretationen haben ausserdem durchaus Unterhaltungswert!
(Wie auch von Thesen Tester Berger beschrieben)  

                                                           
Click here to download:
Wrong_Faces.zip (10374 KB)

Comments (7)

Feb 01, 2009
Hal said...
Lustig! Überlege, ob ich es mir alleine deshalb auch kaufen (updaten) soll...
Allerdings ist es ja wohl eher ein Beweis dafür, daß die englische Sprache weit weniger präzise als Deutsch ist, da es eben verschiedene Bedeutungen zulässt. Also: Richtige Beobachtung, aber vollkommen verkehrte Schlussfolgerung!
Feb 01, 2009
lucius mueller said...
Ich bleibe bei meiner Variante in Sachen Präzision. Die Aussage, dass ich einen VW fahre ist weitaus präziser, als einfach die, dass ich ein Auto habe.
Bei "Gesichtserkennung" weiss ich noch nicht, ob es die Gesichter nur entdeckt oder auch zuordnen kann. Der englische Begriff sagt das ganz eindeutig aus -> präziser! 

Feb 01, 2009
Ashiro said...
Na ja, Lucius, das wuerde ich so nicht unterschreiben. Aber du kannst den Test ja gerne selber machen. Waerend es fuer 'erkennen' bei Leo nur vier englische Synonyme gibt, so erhaelst du fuer 'detection' deren neun und fuer 'recognition' sechs. Ergo, wuerde ich sagen, dass Deutsch einwenig praziser ist:-))
Feb 02, 2009
lucius mueller said...
Hi Ashiro
Wenn ich dich also mit der These auf meiner Seite habe, dass die Präzision einer Sprache von der Grösse ihres Vokabulars abhängig ist, dann müssen wir die Zählung auf das ganze Vokabular der beiden Sprachen ausweiten.

Der Wortschatz der deutschen Standardsprache umfasst ca. 75.000 Wörter, die Gesamtgrösse des deutschen Wortschatzes wird je nach Quelle und Zählweise auf 300.000 bis 500.000 Wörter bzw. Lexeme geschätzt.
Das vollständigste englische Wörterbuch, das Oxford English Dictionary enthält etwa 500 000 Wörter. Man schätzt jedoch, dass der heutige englische Wortschatz mehr als eine Million Wörter umfasst.

Ich komm da jetzt vielleicht etwas lehrmeisterlich rüber, aber ihr fordert mich mit eurem Dagegenhalten auch heraus ;)
Feb 02, 2009
Hanno said...
Ich auch "Lehrmeisterlich"! ;-)

Ich habe dann AUCH mal bei Wikipedia nachgeschaut und festgestellt, daß ein hier wesentlicher Teil von dir unterschlagen wurde:

Diese Wörterbücher enthalten jedoch nur geringe Anteile der vielen Fachwortschätze und sind auch insofern unvollständig, als Ableitungen und Komposita nur teilweise aufgenommen werden und die neuesten Neubildungen naturgemäß fehlen. Ein entscheidendes Kriterium für die Aufnahme von Wörtern ist ihre Verwendungshäufigkeit/ Gebräuchlichkeit; ausgeschlossen werden solche Wörter, die aus einfachen zusammengesetzt sind und sich bei Kenntnis ihrer Bestandteile von selbst verstehen lassen. [4] Damit ist klar, dass der Wortschatz insgesamt noch wesentlich größer sein muss; die Angabe von 500.000 Wörtern ist kaum übertrieben. Nimmt man Fachwortschatz hinzu, ist mit mehreren Millionen Wörtern zu rechnen. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Wortschatz)

Wesentlicher Unterschied ist, daß im Deutschen sehr viele der Komposita im Alltag verwendet werden, in den meisten anderen Sprachen jedoch deutlich weniger. Und auch Wortungetüme, die möglicherweise aus drei, vier, fünf Einzelwörtern zusammenfasst werden, sind neue Worte, die damit sehr präzise etwas beschreiben können. Nicht schön, aber präzise!

Schaue doch mal nach, was "cute" so alles an Resultaten bringt...

Außerdem ermöglicht die Satzstellung im Deutschen eine feinere Nivellierung der Bedeutung.
(Suche mal bei Google "Scrambling" und "Lenerz". - Ist etwas für Germanisten...)

Es gibt übrigens auch viele ausländische Sprachwissenschaftler, die fast schon von Irrsinn sprechen, wenn es um die feinen Unterschiede in der deutschen Sprache geht, die für Nicht-Muttersprachler quasi nicht festzumachen sind.
Und:
"Für jeden noch so kleinen 'Scheiss' eine eigene Bezeichnug", so ein italienischer Sprachwissenschaftler.

Womit du aber auf jeden Fall recht hast, ist, wenn du die Größe des Vokabulars (Lexikon der Sprache) mit berücksichtigst. Allerdings muss man unterscheiden zwischen dem -nein- vielmehr den praktischen Lexika (vor allem abhängig von der Bildung) und dem theoretischen Lexikon. Es ist doch im Allgemeinen so, daß im Querschnitt der Bevölkerung im englischen Sprachraum ein kleineres Lexikon verwendet wird, jedoch nicht etwa bedingt durch eine niedrigere Bildung, sondern bedingt durch den häufigeren Einsatz von Komposita im Deutschen...

Aber es könnte auch sein, daß ich hier das eigentliche Thema - iPhoto 09 - ein wenig vernachlässigt habe... ;-)

Will es auf jeden Fall demnächst auch mal ausprobieren - habe aber noch 10.4.x... ;-(

Mar 26, 2009
Alex said...
Hi. :-)
Deine Bilder wären eine prima Ergänzung für Best-Of-Faces.com :-)

Gruß,
Alex

Oct 21, 2009
Matt said...
hi,

Ich weiß nicht, ob das hier so gut reinpasst, aber ich habe auch eine Webseite, die ich in andere Sprachen übersetzen möchte, bis jetzt wurde mir nur eine Agentur dazu empfohlen: Webseite übersetzen

hat noch jemand gute Erfahrungen gehabt?

Danke

gruß

Leave a comment...

 
Got an account with one of these? Login here, or just enter your comment below.
Posterous-login    Connect    twitter